AKTUELL IM AUTOHAUS
10.12.2019

Zum achten Mal für die Lehre ausgezeichnet

In Vorarlberg tragen aktuell 368 Betriebe aus allen Branchen das Gütesiegel „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ – das Feldkircher Autohaus Koch hat die Auszeichnung zum achten Mal in Folge erhalten.
Fürs Autohaus Koch nahm Ing. Markus Eichhorner die Auszeichnung entgegen, überreicht von AK-Präsident Hubert Hämmerle, LH Markus Wallner und WK-Präsident Hans Peter Metzler.

LEHRE. Zum 8 Mal haben Landesregierung, Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer Lehrbetriebe geehrt. Das Prädikat „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ wird seit hiij jährlich verliehen und ist für drei Jahre gültig.Heuer durften sich 125 Unternehmen darüber freuen.

Zum achten Mal in Folge nahm Ing. Markus Eichhorner die Urkunde für das Feldkircher Autohaus Koch in Empfang. 20 Jahre lang stand er als Werkstattmeister und Ausbilder in der Werkstatt. „1990 hab ich angefangen.“ Über all die Jahre hat er 114 junge Leute ausgebildet.

Jeder Fünfte ist ein Lehrling

Ausgezeichneter Lehrbetrieb zum achten Mal in Folge, wie geht das?
Die 72 Mitarbeiter der Gottfried Koch GmbH finden Besucher gleich am Empfang des Feldkircher Fahrzeughändlers auf einem großen Poster, alle am Steuer eines Wagens, versteht sich. 15 davon werden zur Zeit in den Berufen Kfz-Technik, Karosserie-Bautechnik und Lagerlogistik ausgebildet.

Hat er keine Nachwuchssorgen?

„Nein“, schüttelt der Geschäftsführer den Kopf. „Es ist gar nicht schwer, gute Leute zu finden.“ Wenn er etwa Spengler oder Lackierer sucht, „dann melde ich mich beim AMS, da bin ich immer gut gefahren“. Auch online trudeln Bewerbungen herein. Mit über 20Jahren als ausgezeichneter Lehrbetrieb „strahlen wir vielleicht etwas aus“, sagt Eichhorner. „Die Leute schaffen gerne da.“ Auf Fairness und respektvollen Umgang legen sie großen Wert. „Ich hab eher das Problem, dass ich die Mitarbeiter am Abend heimschicken muss“, sagt Eichhorner augenzwinkernd. Das ist tatsächlich nicht immer so einfach. Zu Winterbeginn haben sie bei 3000 Autos die Räder
gewechselt „und trotzdem alle zwei Wochen am Freitagnachmittag freigegeben“.

Edin Dautovic erzählt das nicht ohne Stolz. Der bildet heute die Jungen aus, und Eichhorner
schaut manchmal ein wenig sehnsüchtig zu.

Was muss einer können, um im Fahrzeuggeschäft glücklich zu werden?

„Logisches Denkvermögen“ sollte er haben, „handwerkliches Geschick und Neugierde. Dann ist
er auch offen für Neues.“ Sie oder er muss alle Sinne offen haben. „Noch immer wird bei uns viel gehört, geschmeckt, gefühlt.“

Und die Softskills?

„Die bringen wir ihm in den drei Jahren schon bei.“ Am Anfang steht eine kleine Aufnahmeprüfung. Jeder Schnupperlehrling wird auch von den Mitarbeitern beurteilt. Dabei spielt die Herkunft gar keine Rolle.

Aus Migrantenfamilien?

Das empfindet Eichhorner als Bereicherung. Jeder neue Lehrling erhält neben der Berufskleidung auch einen kleinen Leitfaden. Dort steht das Wichtigste drin, vor allem der Name des direkten Ansprechpartners. Respektvoller Umgang

Und wie muss ein Ausbilder beschaffen sein, dass die Lehre klappt?

„Du musst die Menschen mögen, musst ihnen vertrauen“, betont Eichhorner. Und Respekt haben, ganz egal, ob es sich um einen h_-jährigen Jungen oder eine erwachsene Person
handelt. „Das kriegst du verlässlich auch zurück“, da sind sich Eichhorner und Dautovic einig.